Sommerpause für Strick: So bewahren Sie Ihre Pullover ohne Schäden auf

Sommerpause für Strick: So bewahren Sie Ihre Pullover ohne Schäden auf

Wenn die Temperaturen steigen und die Sonne sich häufiger zeigt, wandern die warmen Strickpullover meist in den Schrank, um Platz für leichtere Kleidung zu machen. Doch wer seine Lieblingsstücke einfach achtlos verstaut, riskiert, dass sie im Herbst verformt, muffig oder gar von Motten befallen wieder zum Vorschein kommen. Mit der richtigen Vorbereitung und Aufbewahrung bleiben Ihre Pullover lange schön – hier erfahren Sie, wie es geht.
Vor dem Einlagern: Waschen und Pflegen
Bevor Sie Ihre Strickpullover wegräumen, sollten sie unbedingt sauber und vollständig trocken sein. Rückstände von Schweiß, Parfüm oder Hautfett können nicht nur unangenehme Gerüche verursachen, sondern auch Motten anlocken. Beachten Sie das Pflegeetikett: Viele Wollpullover vertragen nur Handwäsche oder ein spezielles Wollprogramm in der Maschine.
Verwenden Sie ein mildes Wollwaschmittel und verzichten Sie auf Weichspüler, da dieser die Fasern angreifen kann. Nach dem Waschen den Pullover vorsichtig in Form ziehen und flach auf einem Handtuch trocknen lassen – so bleibt die Passform erhalten. Erst wenn das Kleidungsstück vollständig trocken ist, sollte es eingelagert werden.
Falten statt Hängen
Auch wenn es praktisch erscheint: Strick sollte niemals über längere Zeit auf einem Kleiderbügel hängen. Das Gewicht zieht die Fasern nach unten, und die Schultern können sich unschön verformen. Besser ist es, die Pullover ordentlich zu falten und in eine Schublade, eine Stoffbox oder einen atmungsaktiven Beutel zu legen.
Um Druckstellen zu vermeiden, können Sie Seidenpapier zwischen die Lagen legen. Das schützt zusätzlich vor Reibung und Staub.
Der richtige Aufbewahrungsort
Strick liebt ein trockenes, kühles und dunkles Plätzchen. Feuchte Keller oder heiße Dachböden sind ungeeignet, da Temperaturschwankungen und Feuchtigkeit die Fasern schädigen können. Ideal ist ein Kleiderschrank oder eine Kommode im Schlafzimmer.
Wenn Sie Kunststoffboxen verwenden, achten Sie darauf, dass sie kleine Lüftungslöcher haben, damit die Textilien „atmen“ können. Alternativ eignen sich Baumwoll- oder Leinenbeutel, die Luftzirkulation zulassen.
Schutz vor Motten und Gerüchen
Motten sind der größte Feind von Wolle und anderen Naturfasern. Um sie fernzuhalten, helfen natürliche Mittel: Legen Sie kleine Säckchen mit Lavendel, Zedernholz oder Nelken in die Boxen. Diese duften angenehm und wirken abschreckend auf Insekten. Chemische Mottenkugeln sollten Sie vermeiden – sie riechen stark und können empfindliche Materialien beeinträchtigen.
Ein zusätzlicher Tipp: Legen Sie Ihre Pullover vor dem Einlagern für 24 Stunden in den Gefrierschrank. Die Kälte tötet mögliche Motteneier oder Larven ab.
Ordnung schafft Überblick
Wenn Sie mehrere Strickteile besitzen, lohnt es sich, sie nach Material oder Farbe zu sortieren. So behalten Sie den Überblick und vermeiden unnötiges Umräumen. Eine kleine Notiz im Aufbewahrungsbehälter mit dem Inhalt kann ebenfalls hilfreich sein – besonders, wenn Sie Ihre Wintergarderobe in mehreren Boxen lagern.
Frisch in die neue Saison
Sobald die Temperaturen wieder sinken, holen Sie Ihre Pullover rechtzeitig hervor. Lassen Sie sie einige Stunden an der frischen Luft auslüften, bevor Sie sie tragen. So verschwinden eventuelle Gerüche, und die Fasern gewinnen ihre natürliche Elastizität zurück. Leichte Knitter lassen sich durch Dampf – etwa im Badezimmer nach dem Duschen – sanft glätten.
Kleine Pflege, große Wirkung
Mit ein wenig Aufmerksamkeit und der richtigen Lagerung bleiben Ihre Strickpullover viele Jahre schön. Sauber, trocken und gut geschützt überstehen sie die Sommerpause ohne Schaden. So können Sie die warme Jahreszeit unbeschwert genießen – und sich im Herbst auf kuschelige Stunden in Ihrem Lieblingsstrick freuen.










